Archiv der Kategorie: Personen

Spiele Entwicklung in Atari Basic

Die Inspiration für diesen Artikel ist ein Video auf YouTube, in dem die Brüder Eric und Robert Anschutz die von ihnen in Atari Basic geschriebene Programme chronologisch vorstellen. Das Herausragende an diesem Video ist das hier – zumindest meines Wissens – das Kreative Werk zweier Hobby Programmierer von den Anfängen bis zu den letzten Projekten von den Machern selbst im Detail, lückenlos vorgestellt wird. Davon kann man sich in dem hier verlinkten Video selbst überzeugen.

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Ed Fries

Antic, the Atari 8- bit Podcast, lange nicht gehört, Lange Zugfahrt, logische Folge: Nachholbedarf gestillt. Das Interview Nummer 409, mit Ed Fries war interessant. Es ging vor allem um seine Zeit als Programmierer für Romox – ein Software Publisher der frühen 1980er Jahre – und natürlich um die von ihm entwickelten Spiele.

Den Link zum Podcast und dem Wikipedia Eintrag über Ed Fries habe ich hier im Artikel hinterlassen.

Schon früher habe ich einen kleinen Artikel zu Ed geschrieben. Darin ging es vor allem um sein Spiel Sea Chase über das im Podcast ebenfalls gesprochen wird. Das schöne am aktuellen Interview ist, dass Ed den Source Code für seine Spiele zur Verfügung gestellt hat. Viel Spaß beim reinhören.

Zum Interview, Antic the Atari 8- bit Podcast

Die Links:

Wikipedia Eintrag zu Ed Fries

Ed Fries/ Sea Chase hier im Blog

Die veröffentlichten Quell- Codes:

Sea Chase
Nach Ed’s eigenen Worten, im Vergleich zu seinen übrigen Spielen, technisch das vollendeste.

Nitro
Unveröffentlicht, work in progress.

Princess and Frog
Frosch und Prinzessin, ganz klar, es geht um….. Frogger!

Ant Eater
Leicht zu verwechseln mit einem „ähnlichen“ Spiel eines anderen Herausgebers. Die Version von Ed Fries war mir bislang nicht bekannt.

Chess
Unveröffentlichtes Schach Programm


Brian Kernighan and the birth of the Unix operating system.

Der CoRecursive– Podcast [1] hat ein interview mit Brian Kernighan zu dem oben genannten Thema veröffentlicht.

[1] Heimseite des CoRecursive Podcast.

Brian Kernighan. Quelle: Wikipedia, CC BY 2.0, File:Brian Kernighan in 2012 at Bell Labs 1.jpg

Joe Decuir

Antic, the Atari 8- Bit Podcast hat ein Interview mit Joe Decuir, Mitentwickler der Hardware der Atari 400/ 800 Computer, veröffentlicht [1]. Das Interview fand im Rahmen der Portland Retro Gaming Expo statt. geführt hat es Kevin Savez.

Ich habe ca. 1984 meinen ersten Computer bekommen, es war ein Atari 600 XL mit 16 Kilobyte Speicherkapazität. Später bin ich auf seinen großen Bruder, den 800 XL umgestiegen. Der hatte dann schon ganz 64 Kilobyte. Die XL– Reihe war die zweite Generation 8- Bit Maschinen die Atari auf den Markt gebracht hat. Betriebssystem und Hardware entsprachen weitgehend der ersten Generation, dem Atari 400 beziehungsweise dem Atari 800.

Wenn man sich heutzutage die Leistungswerte dieser Historischen Modelle anschaut, dann kann man sich eigentlich nur wundern, was man damit angefangen hat. Mir selbst ist aber mit den Jahren klar geworden, dass Atari mit dem 400/ 800, Ende der 1970er Jahre eine überragende Hardware mit einem extrem eleganten Betriebssystem auf den Markt gebracht hat. Im Interview wird das angesprochen und der historische Kontext hergestellt. Mitbewerber um den Konsumenten waren unter Anderem die Modelle der Firma Apple ][, der TRS 80 und der Commodore PET. Gegenüber den letzteren bot Atari Farbgrafik und echten Sound (von den drei genannten hatte wenigstens der Apple ][ Farbgrafik mit einer annehmbaren Bildschirmauflösung, es fehlte aber an der umfangreichen Hardware Unterstützung die der Atari bot). Im Interview wird dazu betont, dass die Erfahrungen aus der Entwicklung der Arcade- Maschinen von Atari mit in die Hardware der kleinen Computer eingeflossen ist. Als Beispiel wird das Hardware- Scrolling genannt. Zur vertikalen oder horizontalen Bewegung des Bildschirminhaltes muss nicht der gerammt Bildschirmspeicher geändert werden, sondern nur ein Hardware Register (für das Fein- Scrolling) und der Zeiger auf den Bildspeicher im RAM. Das geht extrem schnell und sorgt für butterweiches, Pixel– beziehungsweise Color- Clock* Genaus Scrolling.

Neben dem Interview wurden noch die auf dem Internet Archive veröffentlichen Design Dokumente von Joe Decuir verlinkt. Was möchte man mehr?

[1] Antic, the Atari 8- Bit Podcast: Special Episode, Atari 800 Series, 40 Years.
[2] Joe Decuir. Engineering Notebook 1977(Internet Archive).
[3] Joe Decuir. Engineering Notebook 1978 (Internet Archive).

*Color Clock: Ein Pixel hat eine bestimmte Höhe und eine bestimmte Breite. Auf modernen Geräten wird die Größe eines Pixels durch die Auflösung des Bildschirms bestimmt. Auf einem Röhren- Monitor ist ein Pixel etwas das vom Raum und der Zeit abhängt. Auf einem Röhren Monitor wird das Bild zeilenweise Aufgebaut. Der Elektronenstrahl beginnt oben Links, läuft Zeile für Zeile über den Schirm (ähnlich wie der Druckkopf eines Tintenstrahldruckers) und beginnt das Selbe Spiel von vorne, wenn er die rechte, untere Ecke erreicht hat. Die Höhe eines Pixels wird durch die Physische Höhe einer Bildschirmzeile – also der Höhe des Elektronenstrahles selbst -festgelegt, die Breite von der Zeit die man dem Elektronenstrahl gibt einen bestimmten Teil der Bildschirmzeile auf seinem horizontalen Weg einzufärben. Die minimale Breite eines Color- Clocks und damit die höchste horizontale Auflösung, hängt davon ab, wie schnell die Information Strahl ein/ Strahl aus an die Hardware gesendet werden kann. Je mehr Zeit dafür verbraucht wird, desto breiter wird der sichtbare Bildpunkt. Daher Color (Farbe) und Clock (Uhr bzw. Takt).


Paul Laughton

Hat am DOS des Apple ][ mitgeschrieben und war an der Entwicklung des Atari DOS und Shepartson (Atari) Basic beteiligt. Ein Interview mit Paul kann man sich hier anschauen:


(29.8.2014)

 

Der Source Code des Apple ][ DOS wurde inzwischen veröffentlicht. Mehr Informationen dazu findet man hier auf meinem Blog:

Apple ][ DOS Source Code – gone puplic…

Dokumente, Schriftverkehr zum Thema 

Source gone puplic. Software Schätze entblöst:

 Source Code

 

Viel Spass beim Stöbern


Douglas Crockford

.. hat eine interessante Vergangenheit und Gegenwart. 

Den Atarianern unter uns dürfte der Name vor allem in Verbindung mit dem Spiel Galahad and the Holy Grail stehen. Neu, für mich jedenfalls, war die folgende, frühe Demo für die Atari 8- Bit Computer:

Letzter Aufruf: 12.7.2014

Interessante Einblicke in die kreative Arbeit eines professionellen Spiele Designers bieten Auszüge aus Mr. Crockfords Notizen:

http://www.crockford.com/wrrrld/papers.html

Letzter Aufruf: 12.7.2014

 


FAT

Wie das MS- DOS Dateisystem funktioniert…

Wer könnte das nicht besser beschreiben als der Autor der ersten Version des bekannten Betriebssystems selbst, Tim Paterson:

Inside look at MS- DOS
Verlinkt: 16.6.2014


Gary Kildall

Ein Special über den Macher des CP/M aus dem Jahr 1995 auf Computer Chronicles

Verlinkt: 16.6.2014

Ein paar Stichworte:

  • 1974: CP/M erscheint. Historischer Kontext: CP/M und Unix = „Zeitgenossen“
  • BDOS: Basic Disk Operating System= Hardware unabhängig
  • BIOS: Basic Input/ Output System= Hardware abhängig
  • Sonderheit und „das erste Mal“: Trennung von Physischer und Software- Ebene, also von BDOS und BIOS
  •  Kernel: BDOS, monolitisch

Chris Crawford die Dritte….

Über Chris gibt es hier im Blog bereits einige kleinere Beiträge. Die kann man sich hier anschauen.

Freitag Abend, pünktlich zum Wochenendbeginn, auf dem Heimweg vom Broterwerb, habe ich die Arbeit Arbeit sein lassen und mir den aktuellen Antic Podcast, Folge 4, angehört. Inhalt: Ein Interview mit Chris.

Interessant, Chris musste sich während seiner Karriere bei Atari auch mit dem Atari 2600 beschäftigen. Ergebnis: Wizzard, ein unveröffentlichtes Spiel. Grund: Atari wollte keine 2kB Module mehr vermarkten. Wer sich dafür interessiert, der findet Info’s  zu dem Spiel hier:

Video auf YouTube:

Weitere Infos und Bilder zu Wizzard gibt es auf:
Atari Protos

Ein interessantes Interview mit Mr. Crawford auf Gamasutra zum nachlesen:
Chris im Interview

Nach Wizzard hatte sich Chris für den Atari 800 qualifiziert, der Rest ist Geschichte. Ich vermute, Atari wollte verhindern, dass sich seine angestellten  Programmierer auf den neuen Homecomputer stürzen und das Atari 2600 völlig vernachlässigen. Wer sich ein eigenes Bild dazu machen möchte, der erfährt im Eingangs erwähnten Podcast mehr. Persönlich meine ich, dass jeder der mal auf der Stella ein Programm entworfen hat, gelernt hat wie man den 6502 effizient nutzt. Eine harte Schule! Aber: No Pain no Gain!

Wer mehr wissen möchte: Homepage von Chris Crawford

Viel Spass!


Source gone puplic, again…….

Chris Crawford stellt auf seiner Heimseite den Source für einige seiner Spiele zum Download bereit.